Baby, Feature Baby, Kolumne, MAMASEIN
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Hallo September…

Gerade mal 14 Tage bist du alt und hast schon so viel verändert. Du hast mich ein Jahr älter und zwei Kilo schwerer gemacht. Mein Krabbel-Baby hast du in ein Kletter-Baby verwandelt, vor dem nun nichts mehr sicher ist. Mit deinen Temperaturen hast du unsere Nachmittage auf der Terrasse hinein ins Wohnzimmer verlegt. Und aus einer Still-Mama hast du eine…Ach nein, Moment! Hier hat sich ja gar nichts verändert! Die Still-Mama ist immer noch eine Still-Mama, auch wenn sie das eigentlich längst ändern wollte…

Um kurz eines zu sagen: Ich stille wirklich gerne und war super glücklich, dass ich von Beginn an keinerlei Probleme mit dem Stillen hatte. Mein kleiner Sohnemann war gerade ein paar Minuten alt, da hat er schon genuckelt als hätte er nie etwas anderes gemacht. Und so unkompliziert ging es auch weiter. Mein Plan: Ein halbes Jahr voll stillen, dann mit der Beikost beginnen und nach und nach weg von der Brust. Und spätestens im September, wenn der Kleine neun Monate alt ist, kann Mama mal wieder etwas länger ausgehen und ab und zu ein Gläschen Wein trinken. Soweit zur Theorie.

Das mit dem Brei gefiel meinem Spössling die ersten Wochen überhaupt nicht und die Brei-Mahlzeiten waren weit davon entfernt die Still-Mahlzeiten zu ersetzen. Sie waren eher ein nettes Extra, das Mama einfach mehr Arbeit bereitete, jedoch nicht wirklich zum Abstill-Prozess beitrug. Ganz im Gegenteil. Ich hatte eher das Gefühl, dass mein Kleiner nach dem liebevoll zubereiteten Pastinake-Kartoffel-Fleisch-Mix noch mehr Durst hatte wie ohne.

Und dann die Nächte. In den letzten Wochen waren wir manchmal alle zwei Stunden wach zum Füttern. Mittlerweile sind es nur noch ein bis zwei nächtliche Snacks und auch das Brei-Essen klappt immer besser, trotzdem habe ich immer noch nicht komplett abgestillt. Okay, ich muss zugeben, ein bisschen (oder vielleicht auch ein bisschen mehr) ist meine eigene Faulheit daran schuld. Vor allem nachts und am frühen Morgen ist es natürlich viel bequemer schnell zu stillen anstatt im Halbschlaf in die Küche zu laufen und ein Fläschen zu machen. Oder wenn tagsüber mal wieder ein Termin ansteht und das Baby vorher noch schlafen soll, greift Mama zur sicheren Einschlaf-Waffe – Das Nuckeln an der Brust! Oft ärgere ich mich dann im Nachhinein wieder über meine Inkonsequenz. Doch warum sollte man nicht so lange wie möglich diese praktische, schöne, kostenlose und dazu noch super gesunde Möglichkeit ausnutzen?! Andereseits bin ich nun wirklich an einem Punkt angekommen, an dem ich mit dem Stillen gerne abschließen würde. Ihr merkt, ich bin hin- und hergerissen und glaube, genau hier liegt der Knackpunkt: So lange ich selbst noch nicht hundertprozentig von meinem Abstill-Vorhaben überzeugt bin, wird das nichts.

Geht bzw. ging es euch ähnlich mit dem Abstillen? Habt ihr Erfahrungen, wie man diesen letzten Schritt noch überwindet? Ich freue mich über Tipps und Kommentare.

 

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