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On the road: Spanien – Mallorcas Stille Seite

Sommerferien in Deutschland. Wo kann man sich besser erholen als in unserem „17 Bundesland“, auf der Baleareninsel Mallorca. Überfüllte Strände, Liegestuhl-Mit-Handtuch-Beleger, Schlangestehen vor dem Speisesaal kurz bevor das Abend-Buffet eröffnet wird. Einfach herrlich!

Wirklich schade, dass diese Beschreibungen tatsächlich auf die touristischen Regionen der Insel zutreffen, was wir bei unserem letzten Mallorca-Urlaub feststellen mussten. Die erste Begehung der Hotelanlage und des Strandes, wo sich Mann an Mann in der Sonne räkelte, die neu erworbene Röte zur Schau stellte und die einzige Bewegung darin lag, das Mittagsbuffet zu stürmen, erweckte bei meinem Freund und mir nur ein Gedanke: schnellstmöglich einen Mietwagen buchen und uns auf die Suche nach dem wahren Mallorca machen. Und so ging es am nächsten Tag einmal quer über die Insel an die Westküste Mallorcas, vorbei an kleinen typisch spanischen Dörfern wie Petra, Sineu und Inca in die Serra de Tramuntana. An diesem wunderschönen Fleckchen Erde entdeckt man eine noch ganz unbekannt Seite der beliebten Ferieninsel. Obwohl das Gebirge bisher vom Massentourismus verschont ist, sind die Straßen und Wanderwege sehr gut ausgebaut und man kann problemlos mit Auto, Fahrrad oder zu Fuß die Gegend erkunden. In dem Gebirge warten viele verträumte Buchten, tolle Ausblicke und spaktakuläre Küstenstraßen. Nicht umsonst wurde die Serra de Tramuntana 2011 von der UNESCO zum Welterbe ernannt.

Von unserem Domizil in Sa Coma fuhren wir am frühen Morgen los ins Landesinnere der Insel, vorbei an Manacor, dem ruhigen Marktstädtchen Petra und Inca, die Stadt am Fuße des Gebirges.

Hausfassade in dem kleinen Dorf Petra

Hausfassade in dem kleinen Dorf Petra

Die Stadt Inca liegt am Fuße des Tramuntana Gebirges. Nachdem man die Stadt passiert hat, geht es steil und kurvenreich bergauf.

Die Stadt Inca liegt am Fuße des Tramuntana Gebirges. Nachdem man die Stadt passiert hat, geht es steil und kurvenreich bergauf.

Traumhafte Buchten sind überall versteckt, wie diese hier in der Nähe des "Torrent de Pareis".

Traumhafte Buchten sind überall versteckt, wie diese hier in der Nähe des „Torrent de Pareis“.

Am "Torrent de Pareis" mündet ein Fluß ins Mittelmeer. Die Stelle ist ein ganz besonderes Naturschauspiel, nicht nur durch die darumliegende Schlucht, sondern auch durch das türkisblaue Wasser. Durch einen Weg durch die Felswände erreicht man die bekannte Stelle

Am „Torrent de Pareis“ mündet ein Fluß ins Mittelmeer. Die Stelle ist ein ganz besonderes Naturschauspiel, nicht nur durch die darumliegende Schlucht, sondern auch durch das türkisblaue Wasser. Durch einen Weg durch die Felswände erreicht man die bekannte Stelle

Weiter geht die Fahrt durch das Tramuntana Gebirge in Richtung Süden. Auf unserem Weg fanden wir viele kleine und große Stauseen, die wir sonst nur aus den Alpen kennen.

Stausee inmitten den Gebirges

Stausee inmitten den Gebirges

Nun wurde es Zeit für eine Abkühlung, weshalb wir uns auf den Weg in das Hafenstädtchen Port de Sóller machten. Die Strandpromenade lädt durch die vielen netten Restaurants und Cafés zum Flanieren ein und erinnert ein wenig an einen italienischen Ferienort aus den 60er Jahren, jedoch sehr im positiven Sinne. Dies verleiht dem Ort einen ganz besonderen, nostalgischen Flair und man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Wer in Port de Sóller seinen Mallorca Urlaub vebringen möchte, hat mit Sicherheit ein ruhiges Plätzchen mit ganz viel Charme gefunden. Für den besseren Geldbeutel gibt es hier auch ein Hotel der Luxuskette „Jumeirah“, das es unter anderem auch in Dubai gibt. Über dem Meer, inmitten spektakulärer Felsklippen kann man es sich hier mehr als gutgehen lassen. Wie gerne hätten wir sofort eingecheckt, doch unsere Tour durch den Westen Mallorcas war noch lange nicht beendet und außerdem wartete ja auch noch ein lauschiges Hotel am anderen Ende der Insel auf unsere Rückkehr…

Das Häfenstädtchen Port de Sóller

Das Häfenstädtchen Port de Sóller

Der Strand in Port de Sóller lädt zum Faulenzen und Baden ein

Der Strand in Port de Sóller lädt zum Faulenzen und Baden ein

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Nun kommen wir zu meinem persönlichen Highlight unserer Tour! Entlang einer traumhaften Küstenstraße fuhren wir von Port de Sóller in das wunderschöne, verschlafene Künstlerdörfchen Deiá. Verwinkelte Gässchen mit Häusern wie aus einem spanischen Bilderbuch, dazu kleine Ateliers, Cafés und Restaurants mit tradionellen Gerichten – Jetzt waren wir sicher: Wir haben endlich Mallorca entdeckt! Kaum eine Menschenseele begegnete uns während wir durch die Straßen spazierten und die Abendstimmung genossen. Mein Tipp: 1-2 Stunden vor Sonnenuntergang ist die Stimmung und das Licht einfach perfekt! Dann in einem der Restaurants auf der Terrasse zu Abend essen. Die Atmosphäre ist mit Worten nicht zu beschreiben, daher versuche ich es mal mit ein paar Bildern – Oder ihr müsst euch einfach selbst davon überzeugen…

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Der obere Teil des Dorfes „es puig“

Kleines Atelier

Kleines Atelier

In dem kleinen Dorfcafé kann man stundenlang sitzen, guten Wein trinken und die Atmosphäre genießen

In dem kleinen Dorfcafé kann man stundenlang sitzen, guten Wein trinken und die Atmosphäre genießen

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Eines der etwas hochklassigeren Restaurants. Hier diniert auch mal der ein oder andere Celebrity

Eines der etwas hochklassigeren Restaurants. Hier diniert auch mal der ein oder andere Celebrity

Noch einen Blick auf das abendliche "es Puig", dann müssen wir dieses traumhafte Dörfchen leider hinter uns lassen

Noch einen Blick auf das abendliche „es puig“ (so wird der Altstadt-Hügel genannt), dann müssen wir dieses traumhafte Dörfchen leider schon wieder hinter uns lassen…

Da man in Deiá vollkommen die Zeit vergessen kann, ging die Sonne bereits unter, als wir uns wieder auf den Weg machten und so blieb uns leider nicht mehr genug Zeit (und Licht) um das letzte Städtchen auf unserer Tour zu erkunden – Valdemossa. Ähnlich wie Deiá liegt das Dorf eingebettet in den Bergen und doch mit Nähe zur Küste. Der Unterschied ist jedoch, dass Valdemossa bereits bei Touristen und Ausflüglern sehr bekannt ist und daher täglich von zahlreichen Besuchern heimgesucht wird.

Unser Ausflug durch Mallorcas Westen war nun beendet und wir traten die Rückreise nach Sa Coma an, welche nur zwei Stunden dauerte. Mallorca kann durch die kurzen Entfernungen und die gut ausgebauten Straßen bereits bei einem Tagesausflug sehr gut erkundet werden. Es ist auf jeden Fall mehr als lohnenswert auch diese Seite der Insel kennenzulernen. Ihr werdet euch verlieben, glaubt mir!

Salud. N.

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