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On the road: Südafrika – Panorama Route, Safari und Kapstadt

Noch nie zuvor habe ich ein Land mit einer so großen Vielfalt erlebt. Gerade steht man noch mitten in einem riesigen Canyon, nur ein paar Kilometer weiter fährt man durch grüne, hügelige Landschaften, die stark an die schottischen Highlands erinnern, und noch ein paar Kilometer weiter befindet man sich in der Ebene des Krüger Nationalparks, wo Giraffen und Elefanten die Straße kreuzen. Und ich spreche gerade nur von der Region um Johannesburg im Norden Südafrikas. Kombiniert man seine Reise noch mit einem Besuch in Kapstadt und der Kaphalbinsel, so wie wir es im Mai 2013 gemacht haben, erlebt man zudem noch eine aufregende Metropole, atemberaubende Küstenabschnitte und verträumte Weingebiete. Wer einmal Südafrika bereist, wird von der Schönheit und dem Lebensgefühl mitgerissen. In meinem Artikel möchte ich euch von den Highlights der Panorama Route in der Provinz Mpumalanga, unserem Safari-Abenteuer und den Schönheiten Kapstadts erzählen und allen zukünftigen Afrika-Reisenden den ein oder anderen Tipp mit auf den Weg geben.

Rundreise Südafrika

Das findet ihr hier:

Reisevorbereitung
Teil 1: Anreise und Panorama Route
Teil 2: Krüger Nationalpark
Teil 3: Lodge-Aufenthalt im Karongwe Game Reserve
Teil 4: Kapstadt

Reisevorbereitung

Was ist die beste Reisezeit für Südafrika?

Mit Sicherheit eine der ersten Fragen, wenn der Gedanke an eine Reise nach Südafrika aufkommt. Doch schon einmal vorab: Südafrika ist so vielfältig und bietet so unterschiedliche Aktivitäten – Sonnenbaden, Safari, Kultur, Aktivurlaub –  dass man gar nicht die „falsche“ Jahreszeit erwischen kann. Und Sonne satt gibt es hier sowieso das ganze Jahr.

In Südafrika laufen die Jahreszeiten komplett gegensätzlich zu unseren in Europa, was bedeutet, das dort Sommer ist, wenn wir bei Schnee und Minusgraden zittern. Ein netter Gedanke also, dass man sich im November, Dezember oder Januar ins Flugzeug Richtung sonniger Süden setzt. In Kapstadt sind dann die Temperaturen angenehm warm und die Chancen auf ein Sonnenbad am Strand (Baden im Meer ist auch im Sommer etwas frisch) stehen sehr gut. Ein Nachteil ist, dass es zu dieser Zeit recht voll werden kann, da nicht nur viele Touristen nach Südafrika reisen, sondern auch die Einheimischen Ferienzeit haben und natürlich viel unternehmen. So sind auch die Lodges, die Safari-Aufenthalte anbieten, im südafrikanischen Sommer viel schneller ausgebucht und entsprechend voller als zu anderen Zeiten des Jahres. Dafür heißt es, dass man während der heißen Monate in den Nationalparks bessere Chancen hat, die Tiere in großen Herden zu sehen, da sie sich an den Wasserlöchern sammeln. Also noch ein Punkt, der für den Sommer bzw. unsere Wintermonate als Reisezeit spricht.

Wer es etwas ruhiger möchte, entscheidet sich als Reisezeit für die Südafrika Reise am besten für den südafrikanischen Herbst (März bis Mai) oder den Frühling (September bis November). Dann ist zwar kein richtig heißes Badewetter, dafür hat man angenehme Temperaturen für Ausflüge und Aktivitäten, zum Beispiel um den Tafelberg zu erklimmen. Im Frühling ist die ganze Kapregion am Blühen, im Herbst gibt es kaum Regen und es ist noch warm genug um auch abends lange draußen zu sitzen. Und für einen Safari-Aufenthalt eignen sich die beiden Jahreszeiten ebenfalls sehr gut. Im Frühling sind viele Jungtiere unterwegs und durch die trockene Vegetation sind die Tiere sehr gut sichtbar. Wir haben unsere Reise im Mai angetreten (also südafrikanischer Herbst) und haben ebenfalls alle Tiere gesehen. Und auch wenn es bei den morgendlichen Safaris recht frisch werden konnte (das passiert einem jedoch auch in den Sommermonaten), konnten wir an manchen Tagen nachmittags bei über 20 Grad am Pool liegen. Ihr seht also, es gibt einfach keine Grundregel für die beste Reisezeit in Südafrika. Ein so besonderes Land ist IMMER eine Reise wert.

So leuchtend kann der südafrikanische Herbst sein…vor allem ein Abstecher in eine der berühmten Weinregionen lohnt sich zu dieser Jahreszeit sehr!

Bald geht’s los – Woran muss vor der Reise gedacht werden

Als wir begannen, unsere Südafrika-Reise zu planen, war ich bei vielen Punkten noch ein wenig skeptisch. Vor allem bezüglich Krankheiten und Kriminalität wird man ja häufig gewarnt und irgendein Nachbar weiß immer irgendeine Geschichte vom Schwager der Cousine eines Kollegen, der in Kapstadt ausgeraubt wurde. Natürlich muss man sich in den großen Städten an einige Sicherheitsregeln halten, dann ist das Risiko, das etwas passiert, sehr gering. Auch sollte man sich vor Reiseantritt gut überlegen, ob man wirklich das brandneue i-Phone oder die Louis Vuitton Handtasche mitnehmen muss, da man diese Sachen sowieso nie auf der Straße mit sich tragen sollte. Eine kleine Kamera musste aber natürlich auch bei mir mit ins Gepäck (die ich meistens in der Hand getragen habe) und ich habe sie glücklicherweise auch wieder mit nach Hause gebracht.

Bezüglich Krankheiten, sollte man vor der Reise sicherstellen, dass man die üblichen Impfungen wie Hepaitis A und B, sowie Tetanus auffrischen lässt. Wenn man während des afrikanischen Sommers (Oktober bis März) in das Gebiet des Krüger Nationalparks reist, sollte man sich zusätzlich um eine Malaria Prophylaxe kümmern. Dies war jedoch zu unserer Reisezeit im Mai (afrikanischer Herbst) nicht nötig, da es hier kaum noch Moskitos gibt. Trotzdem haben wir uns in Voraus ein wenig mit Outdoor Kleidung, die auch gegen Moskitos schützt, und jeder Menge Autan ausgestattet. Auch wenn der Safari-Look nicht jedermanns Stil ist, gibt die Kleidung einem das gewisse „Ich bin ein Abenteurer“- Feeling und stimmt perfekt auf die Reise ein.

Da man Südafrika am Besten mit dem Auto erkunden kann, muss man sich vor der Reise noch um einen internationalen Führerschein kümmern. Diesen bekommt man ganz einfach bei der Führerscheinbehörde seines jeweiligen Landkreises oder der Stadtverwaltung. Ansonsten benötigt man an Papieren nur einen gültigen Reisepass, dann kann man ganz unproblematisch als Tourist einreisen.

Teil 1: Anreise und Panorama Route

Am ersten Mai war es dann endlich soweit. Abends um 22:00 Uhr war der A380 vom Flughafen Frankfurt am Main nach Johannesburg „ready for take off“. Da der Flug über Nacht geht und man keinen Jetlag durch Zeitverschiebung hat, kamen wir am Morgen des zweiten Mais völlig entspannt an. Naja sagen wir mal, wir haben ab und zu die First Class Passagiere um Ihre riesigen Sitze beneidet, aber zumindest konnte man sich mit südafrikanischem Weißwein schon einmal auf die Reise einstimmen und auch das Einschlafen fiel einem dadurch ein wenig leichter.

Unser Flieger, der A380, wartet auf uns!

Unser Flieger, der A380, wartet auf uns!

Am Flughafen in Johannesburg holten wir unseren Mietwagen ab. Nachdem die anfänglichen Rechtsfahr-Schwierigkeiten überwunden waren und wir nach mehreren Versuchen endlich den richtigen Highway erwischten, konnte es losgehen in Richtung Hazyview in der Provinz Mpumalanga, nur wenige Kilometer vom Krüger Nationalpark entfernt, dem ersten Stopp unserer Reise. Da es natürlich viel zu langweilig gewesen wäre, über die Autobahn zu fahren, entschieden wir uns für die parallel laufende Landstraße, sodass wir anstatt der regulären 5 Stunden, 8 Stunden benötigten (was nach 10 Stunden Flug natürlich vollkommen in Ordnung ist…). Unterwegs kamen wir immer mal wieder an kleineren Ortschaften vorbei und bekamen einen guten Einblick über das Leben in den ländlichen Gebieten Südafrikas. Die riesigen Schlaglöcher, die immer mal wieder völlig unerwartet auf der Straße auftauchen, machten die Fahrt zu einem echten Abenteuer, weshalb wir sehr froh waren, am Abend endlich in unserem Hotel, dem Hotel Numbi in Hazyview, angekommen zu sein. Dort gab es nach all den Anstrengungen noch ein richtig gutes Steak (das beste Steak, das wir je gegessen hatten und dazu zu einem Preis, von dem wir in Deutschland nur träumen können) in dem Restaurant „Pioneers Butcher & Grill“ direkt neben dem Hotel.

Fahrt von Johannesburg nach Hazyview - typisch afrikanische Landstraße

Fahrt von Johannesburg nach Hazyview – typisch afrikanische Landstraße

Unser Bungalow im Hotel Numbi

Unser Bungalow im Hotel Numbi

Hotelpool - Klein aber fein

Hotelpool – Klein aber fein

Am nächsten Morgen, Tag 2 unserer Reise, hatten wir uns die Panorama Route vorgenommen. Dies ist eine Straße in den nördlichsten Ausläufern der Drakensberge in der Provinz Mpumalanga im Osten Südafrikas, die viele atemberaubende Aussichtspunkte, Wasserfälle und Schluchten bereithält. Highlight der Route ist der Blyde River Canyon, dessen Ausblicke einem komplett die Sprache verschlagen. Hier einige Impressionen unserer Tour:

Karte der Panorama Route

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Wir haben uns für die Variante gegen den Uhrzeigersinn entschieden, das heißt, wir fuhren zunächst von Graskop kommend nach Norden in Richtung Blyde River Canyon. Tipp: Auf der ersten Streckenhälfte der Route gibt es keinerlei Möglichkeiten, Essen und Trinken zu bekommen. Auf der zweiten Streckenhälfte, ab Ohrigstad, wimmelt es nur so von Restaurants. Man sollte daher seine Zeit dementsprechend einplanen.

Hier nun einige Impressionen von unserer Tour und den Sehenswürdigkeiten der Panorama Route:

1.Stopp: Big Swing, eine Felsschlucht, in der sich lebensmüde Menschen an einem Seil von einer Seite auf die andere schwingen können.

 Big Swing - Panorama Route

Big Swing – Panorama Route

2. Stopp: Pinnacle – Eine freistehende Felsnadel, die aus einer Schlucht ragt. Hier beginnt bereits die Landschaft des Blyde River Canyons.

Pinnacle - Panorama Route

Pinnacle – Panorama Route

Pinnacle - Panorama Route

Pinnacle – Panorama Route

3. Stopp: God’s Window, ein toller Aussichtspunkt über die weite Plateauebene, den man nach einem ca. 30-minütigen Spaziergang durch den Rain Forest Trail erreicht.

God's Window - Panorama Route

God’s Window – Panorama Route

God's Window - Panorama Route

God’s Window – Panorama Route

4. Stopp: Die Lisbon Falls, einige der schönsten Wasserfälle des Canyons.

Lisbon Falls - Panorama Route

Lisbon Falls – Panorama Route

Lisbon Falls - Panorama Route

Lisbon Falls – Panorama Route

5. Stopp: Bourke’s Luck Potholes – Eine außergewöhnliche Felseineinheit, die nach dem Goldsucher Tom Bourke benannt wurde, der hier sehr viel Glück hatte. Durch Auswaschungen, insbesondere durch die Bewegung von Steinen in Strudeln, sind tiefe Strudellöcher in das Felsgestein geschliffen worden.

Bourke's Luck Potholes - Panorama Route

Bourke’s Luck Potholes – Panorama Route

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6. Stopp: Aussichtsplattform im Blyde River Canyon: Nun waren wir mittendrin im Blyde River Canyon und genehmigten uns eine Pause an diesem schönen Fleckchen Erde.

Blyde River Canyon - Panorama Route

Blyde River Canyon – Panorama Route

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7. Stopp: Mein persönliches Highlight der Panorama Route: The Three Rondavels – Drei beeindruckende Felsformationen inmitten des Blyde River Canyons. Ich habe noch nie zuvor einen so beeindruckenden und zugleich friedvollen Ort erlebt.

The Three Rondavels - Panorama Route

The Three Rondavels – Panorama Route

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Da wir bei all diesen atemberaubenden Aussichtspunkten total die Zeit vergessen hatten, mussten wir, da es schon wieder bald dunkel wurde, einige Sehenswürdigkeiten, wie die Echo Caves oder die Mac Mac Falls, leider passieren, ohne einen Blick darauf zu werfen. Trotzdem war noch Zeit für ein kühles Getränk in einem Pub in dem alten Goldgräberstädtchen Pilgrim’s Rest, bevor es zurück zu unserem Hotel nach Hazyiew ging.

Rückfahrt nach Hazyview durch die "Highlands"

Rückfahrt nach Hazyview durch die „Highlands“

Das Kultgetränk in Südafrika: Savanna Cider

Das Kultgetränk in Südafrika: Savanna Cider

Teil 2: Krüger Nationalpark

Nach all diesen Eindrücken schlummerte es sich noch einmal so gut und so ging unser Aufenthalt in Hazyview schon dem Ende entgegen. Doch das war ja nur der erste Teil unserer Reise. Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Morgen, packten wir unsere sieben Sachen und verließen das Hotel Numbi  in Richtung einem sehr bekannten Ort – Dem Krüger Nationalpark. Obwohl der Park meist nur mit großen Off-Road-Autos befahren wird, durften wir mit unserem kleinen Mietwagen das Gelände ganz privat und ohne Ranger erkunden. Natürlich ist Vorsicht oberstes Gebot, genauso wichtig ist es, sich an die Regeln, wie die Geschwindigkeitsbegrenzungen, zu halten. Und obwohl wir in unserem privaten PKW vergleichsweise sehr niedrig saßen, bekamen wir sehr viele Tiere vor unsere Linse, unter anderem ein schlummerndes Krokodil direkt neben der Straße (gruselig!) und eine ganze Elefantenfamilie, die vor uns die Straße überquerte (Hilfe!). Tatsächlich gibt es im Nationalpark auch mehrere Restaurants, sodass wir auch eine Snack- und Toiletten-Pause (bloß nicht irgendwo in die Büsche gehen!!!) machen konnten. Leider haben wir bei all den spannenden Tier-Beobachtungen vollkommen die Zeit vergessen, sodass wir am Ende des Nachmittags nur noch schnurstracks gen eines der Gates zusteuerten. Auch, wenn die Ranger niemanden im Park zurücklassen, droht einem bei einer Zeitüberschreitung eine Geldstrafe von über 1000 Rand (ca. 70 Euro). All diese Infos findet ihr übrigens auf der Webseite des Parks.

Krüger Nationalpark

Ein Auto ist kleiner als die anderen…

Krüger Nationalpark

Hier beginnt das Abenteuer Krüger Nationalpark

Krüger Nationalpark

Sehr schnell bekommen wir diese Gefährten vor die Linse…

Krüger Nationalpark

Solche Kerlchen liegen zuhause nicht mal eben neben der Straße…einfach Wahnsinn! und ein bisschen gruselig…

Krüger Nationalpark

Huch, wer kommt denn da aus dem Busch…

Krüger Nationalpark

Es folgt eine ganze Elefanten-Herde…Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren..

 

Teil 3: Safari-Aufenthalt in der Shiduli Lodge im Karongwe Game Reserve

Natürlich sollte unser kurzer Ausflug in den Krüger Nationalpark nicht das einzige Safari-Erlebnis unserer Reise bleiben. Noch am selben Abend und nachdem wir es gerade noch vor Schließung der Tore aus dem Park geschafft haben, fuhren wir (leider schon bei Dunkelheit (was man eigentlich nicht tun sollte wegen schlimmer Schlaglöcher in den „Straßen“ und keinerlei Beleuchtung) zu unserem nächsten Übernachtungsdomizil der nächsten 4 Tage, der wundervollen Shiduli Lodge im Karongwe Game Reserve. In Südafrika gibt es neben dem riesigen Krüger Nationalpark viele kleine private Naturreservate, auf denen verschiedene Lodges stehen. Die Gäste können dann in dem jeweiligen Reservat mit ihrem eigenen Ranger auf Safari gehen, so wie wir das auch getan haben.

Südafrika, 05:00 morgens – das Telefon klingelt. Am anderen Ende der Leitung ertönt eine bestens gelaunte Männerstimme, die uns darauf hinweist, dass in einer halben Stunde unsere Safari beginnt. Im Ernst??! Als unser Ranger am Vorabend nach einem gemütlichen Abendessen mit den anderen fünf Gästen der Lodge (mehr waren es tatsächlich nicht, man fühlt sich ein bisschen wie in seinem eigenen Zuhause…) uns riet früh schlafen zu gehen, haben wir noch belustigt geschmunzelt und noch einen Savanna Cider an der urig gemütlichen Bar geordert. Nun wissen wir, dass er nicht nur einen lustigen Spruch machen wollte. Mit Urlaub hat das aber nicht viel zu tun – ist mein erster Gedanke als ich mich im Halbschlaf in meinen Safari-Dress werfe und circa vier Jacken darüberziehe. Denn so ein früher Morgen in der Savanne ist verdammt kalt. Und verdammt beeindruckend.

Und kaum eine halbe Stunde später sitzen wir dick eingepackt im offenen Jeep und brettern durch das Reservat, das noch ganz verschlafen vor uns liegt. Der Nebel hängt in den Büschen und über den Seen und der kalte Fahrtwind weht uns um die Ohren. Sobald die Motoren des Jeeps ausgestellt sind, herrscht eine gespenstische Ruhe. Alle schauen ganz gespannt und mit ein wenig Ehrfurcht um sich, dann bewegt sich der Busch vor uns und ein majestätischer Löwe tritt direkt vor unseren komplett offenen Safari-Jeep. Plötzlich bin auch ich hellwach und muss erst einmal begreifen, dass das tatsächlich real ist. Noch am gleichen Morgen begegnen uns Nashörner, Zebras, Giraffen, unzählige Impalas. Die absolut beeindruckende erste Safari-Fahrt endet mit einem heißen Kaffee (endlich!!!) inmitten wunderschöner Natur, während die ersten Sonnenstrahlen uns ins Gesicht scheinen. Jetzt wird mir klar, dass das frühe Aufstehen sich definitiv gelohnt hat und es doch ganz viel mit Urlaub zu hat, eben eine etwas andere Art von Urlaub. Zum weiteren Tagesprogramm in der Lodge gehören ein ausgiebiges Frühstück, nochmal ein kurzes Nickerchen, Sonnenbaden, in den Pool springen, in einer der vielen schicken Leseecken entspannen. Mit der Abenddämmerung brechen wir zu unserer zweites Safari des Tages auf, die noch einmal grandiose Tier-Erlebnisse mit sich bringt (unter anderem eine wilde Verfolgungsjagd mit einem Leoparden – diese lassen sich kaum blicken und wenn, erscheinen sie ganz gespenstisch hinter einem Busch). Zum Abendessen durften wir zum ersten Mal in unserem Leben Krokodilfleisch probieren und feststellen, dass das definitiv nicht öfters auf unserer Speisekarte landen wird. So verbringen wir weitere drei Tage im paradiesischen Lodge-Alltag, bevor auch dieser Teil unserer Reise ein Ende hat. Byebye Wildnis, hello Großstadt!

Safari Lodge Südafrika

Willkommen in der traumhaften Shiduli Lodge im Karongwe Game Reserve

Safari Lodge Südafrika

In der kleinen aber mega schicken Lodge muss man sich einfach wie zuhause fühlen…

Safari Lodge Südafrika

So mystisch ist die Stimmung in der morgendlichen Savanne…da lohnt sich das frühe Aufstehen!

Safari Lodge Südafrika

Vor allem Löwen trifft man fast nur am frühen Morgen an…

Safari Lodge Südafrika

Auch ein paar Nashörner sind schon auf den Beinen (naja, nicht alle, wie man im Hintergrund sieht…)

Safari Lodge Südafrika

Wundervolle Geschöpfe…

Safari Lodge Südafrika

Diese Giraffenfamilie freut sich mindestens genauso über die ersten warmen Sonnenstrahlen des Tages wie wir…

Safari Lodge Südafrika

Ein wirklich nettes Plätzchen für den wohlverdienten Kaffee am Ende jeder Morgen-Safari…

Safari Lodge Südafrika

Dieses Geparden-Weibchen durften wir tatsächlich aus nächster Nähe und nicht nur vom Auto aus beobachten (Geparden jagen keine Geschöpfe, die größer sind als sie selbst, daher bestand keine Gefahr…was mich jedoch trotzdem nicht zu hundert Prozent beruhigte…)

Safari Lodge Südafrika

Purer Nervenkitzel auf einer unserer Abend-Safaris: Eine wilde Verfolgungsjagd mit diesem Geparden. Sie sind die gefürchtetsten Tiere in der Savanne und zeigen sich fast kaum. Dieses Foto war ein wahrer Glücksgriff…

Safari Lodge Südafrika

So wird ein Safari-Tag in der Lodge beendet…mehr Afrika geht kaum!

Rundreise Südafrika

Byebye Wildnis, zurück zur Zivilisation…Selbst die Fahrt zurück zum Flughafen Johannesburg, wo unsere Weiterreise nach Kapstadt beginnt, ist ein absolutes Highlight…

 

Teil 4: Aufenthalt in Kapstadt

Nach einem kurzen nächtlichen Zwischenstopp in Johannesburg (Tipp: Wir haben gleich in der Nähe des Flughafen übernachtet im Misty Hills Hotel, von wo aus wir ganz entspannt am nächsten Morgen unseren Weiterflug antreten konnten), ging es noch ein Stückchen weiter gen Süden in die Traummetropole Kapstadt und dem damit letzten Ziel unserer Rundreise in Südafrika. Auch hier haben wir uns erst einmal mit einem Mietwagen eingedeckt, bevor es, vorbei an den riesigen Townships und dem majestätischen Tafelberg, zu unserem Quartier für die nächste Woche ging: Tom’s Guesthouse im familiären und zentralen Stadtteil Oranjezicht. Entgegen aller Erwartungen wurden wir hier nicht von Tom, sondern von einem sehr netten Günter  und einem sehr netten Martin begrüßt, die sich den Traum von Auswandern erfüllt haben und seit einigen Jahren das kleine, wunderschöne Gästehaus führen. Insgesamt sieben Zimmer gibt es hier, die alle geschmackvoll und ganz individuell eingerichtet sind. Ein richtiges „Zuhause-Gefühl“ bekommt man auch im Gemeinschaftsraum mit Küche und auf der dazugehörige Terrasse mit Sitzecke, wo wir bei Ankunft direkt ein kühles Getränk mit den Gastgebern genießen durften und mit allen Tipps für unseren Aufenthalt versorgt wurden. Bei so einem Empfang kann man gar nicht anders, als sich sofort von der Gelassenheit der Südafrikaner anstecken zu lassen.

Das ist mal ein Empfang! Kaum verlässt man den Flughafen Kapstadts wird man vom imposanten Tafelberg ins Staunen versetzt

Nett empfangen wurden wir auch in unserem Guesthouse, wo wir uns von Anfang an sehr wohlfühlten und das nur einen Katzensprung zu allen Sehenswürdigkeiten entfernt lag (und vom Tafelberg, siehe Hintergrund)

So gemütlich nächtigt es sich mitten in Kapstadt

Neben ganz viel Stadterkundung, wozu natürlich eine Kletterpartie auf den Tafelberg, Sonnenuntergang-Schauen auf dem Signal Hill, Schlendern durch das Bo-Kaap Viertel und die V&A Waterfront und Schlemmen in leckeren Steak-Restaurants und coolen Bars gehört, bietet Kapstadt ganz viele tolle Orte in der Umgebung. So haben wir bei einem Tagesauflug die Kapregion bis zum südlichsten Punkt Südafrikas, dem Kap der Guten Hoffnung, kennengelernt. Auf unserer Tour lagen wunderschöne Orte, wie die Betty’s Bay mit ihren kleinen schwarz-weißen Bewohnern (übrigens eine tolle Alternative zum überfüllten Boulders Beach – hier gibt es mindestens genauso viele Pinguine und das in total ruhiger Atmosphäre) und Muizenberg mit den bunten Postkarten-Strandhüttchen.

Sonnenuntergang vom Signal Hill

Abendstimmung mit traumhaftem Licht auf dem Signal Hill mit Blick auf den Lion’s Head (rechts) und den Tafelberg. Am besten etwas mehr Zeit und ein paar Dosen Bier einplanen und warten bis die Sonne im Meer versunken ist…

…dann wird die Stadt zu einem Lichtermeer

Blick vom Tafelberg über die Stadt und den Lion’s Head. Tipps für den Aufstieg zum Tafelberg findet ihr im nächsten Artikel „Capetown’s Big Five“

Das bunte Malaienviertel Bo-Kaap mit dem Tafelberg im Hintergrund (hier mit dem besagten „Tischtuch“)

Postkarten-Motive an jeder Ecke

Die V&A Waterfront ist kulturelles Zentrum der Stadt und bietet viele Shops, Restaurants und einen schönen Hafen zum Schlendern

Meeresfrüchte, Wein und Sonnenschein mit Blick auf den Tafelberg. Es gibt nichts Schöneres!

Ausflug zum südlichsten Punkt Südafrikas, dem Kap der Guten Hoffnung. Hier der Leuchtturm am Cape Point

Hier treffen sich angeblich der Atlantische und der Indische Ozean. Egal, ob das stimmt oder nicht, die Natur ist einmalig…

Blick vom Leuchtturm auf den Cape Point Felsen, der zu Fuß bis zur Spitze begehbar ist

In Betty’s Bay tummeln sich tausende Pinguine auf den Klippen…Eine tolle Alternative zum berühmten und leider meist recht vollen Boulders Beach

Noch Südafrika oder schon Nordamerika? In Betty’s Bay werden einem wieder die unterschiedlichen Landschaften Südafrikas bewusst…

Die bunten Beach-Huts in Muizenberg sind mehr als ein Foto wert. Im Sommer ist der Strand super zum Baden

Eine weitere Tagestour führte uns in die Region um Stellenbosch. Die wunderschöne Weinregion im Hinterland Kapstadts durften wir bei einem Ausflug mit dem Anbieter Wine Flies kennenlernen und hatten so nicht nur echte Weinexperten an Bord, sondern auch direkt einen Shuttle, der uns von Weingut zu Weingut brachte und auch sicher wieder zurück nach Kapstadt. Das besondere der Tour war, dass wir nur kleine, wirklich charmante Weingüter besichtigt haben, die inmitten zauberhafter Natur lagen. Bei jedem Gut gab es eine Weinprobe (hicks), bei einem wurde ein traditioneller Braai (südafrikanisches BBQ) vorbereitet. Durch die kleine Gruppe war die Atmosphäre während der Tour super herzlich und von Weinprobe zu Weinprobe wurden immer mehr Freundschaften geschlossen.

In diesem Sinne: Auf geht’s in die Weinberge Kapstadts

Den Tafelberg immer im Blick genießen wir Sonne, Natur und hervorragenden Wein

So verzaubert liegen die kleinen Weingüter in der Stellenbosch-Region, wie das Weingut Fairview, das für seinen Shiraz bekannt ist, aber auch für seinen selbstgemachten Ziegenkäse

Fast alle Weinproben finden in den historischen Weinkellern der Güter statt, wie hier im Weingut Lovane

An diesem schönen Fleckchen durften wir unseren südafrikanischen Braai genießen

Manche Weingüter versetzen einen in andere Zeit, wie das Weingut Annandale

Cheers!

 

Weitere schöne Orte, die wir bei unserem Kapstadt Aufenthalt entdeckt haben, findet ihr in meinen Capetown’s Big Five

 

 

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